Tennisabteilung FC Viktoria Poppenroth e.V.

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Poppenroth Open 2022

Poppenroth Open 2022

 

Aktuelles

"Goldene Viktoria" (Herren)

"Graf-Poppo-Cup" (Herren)

"Aperolo" (Damen)

Strolch&Susi-Cup (Mixed)

 

 


6. Juni 

 Boyz n the Hood
 
Goldene Viktoria - Gruppe H:
Markus Schott - Patrick Kaess 6:1, 6:1
 
 
Für das Matchfoto kamen die beiden "Boys n the Hood" in den Regen. Der düstere Himmel passte zur Headline, lediglich eine Feuertonne und Alkohol aus der Papiertüte hätten noch gefehlt, um das Nachbarschaftsduell gemäß des gleichnamigen Filmtitels auch symbolisch zu untermalen. Das PO!22-Match zwischen Vorjahresfinalist Markus Schott und Patrick Kaess fand allerdings nicht wirklich auf der Straße vor den Häusern der beiden (mehr oder weniger) frischen Eigenheimbesitzern statt, wie uns das Foto vielleicht nahelegen möchte. Stattdessen radelten die beiden Nachbarn gemeinsam zum Tennisplatz und spielten sich dort ein. Die Rückhand vom Kaess, der aufgrund seiner Bautätigkeit im vergangenen Jahr kaum mit dem Racket in der Hand zu sehen war, erwies sich zunächst zwar als noch etwas eingerostet, doch es dauerte nicht lange, bis er seinen Rhythmus wiedergefunden hatte. Gegen Schott ging der 34-Jährige natürlich als Underdog in die Partie, erreichte aber bereits früh sein Minimalziel. Nach 0:1-Rückstand gelang ihm der Ausgleich, weshalb er fortan befreit aufspielen konnte. Besonders gefährlich zeigte sich der Ur-Poppenröther immer wieder mit seinen kurz-cross gezogenen Vorhänden, mit denen er seinen Gegenüber Mal um Mal auf dem falschen Fuß erwischte. Dennoch reichte es nicht für einen weiteren Spielgewinn im ersten Satz, das deutliche Mehr an Tenniserfahrung auf Seiten von Schott machte den nicht ganz überraschenden Unterschied. Dennoch schaffte es Kaess es, Eindruck bei seinem Kontrahenten zu machen: "Vorhand, Rückhand, Aufschlag. Die Grundschläge sind alle da", stellte unser Sportwart erfreut fest, weshalb sich zur Zufriedenheit beider Akteure über die komplette Spieldauer ein schönes Match mit längeren Rallyes entwickelte. Mitte des zweiten Durchgangs belohnte sich der lauffreudige und kampfstarke Lokalmatador erneut und beinahe wäre ihm im letzten Aufschlagspiel gar noch ein weiterer Glücksmoment vergönnt gewesen. Auf diesen muss er jetzt wohl noch einige Tage warten, dafür wird dieser dann umso gewaltiger ausfallen, steht seine Frau Sandra doch unmittelbar vor der Niederkunft des zweiten gemeinsamen Kindes. Auf das Match blickt er dennoch zufrieden zurück und beginnt sogleich zu rechnen: "Den größten Brocken habe ich jetzt hinter mir. Gegen Morris rechne ich mir schon etwas aus und dann geht es gegen Felix um das Achtelfinale." Eine rhetorische Frage schob er sogleich hinterher: "Die Frage ist nur: will ich das überhaupt???", lachte Kaess mit Blick auf die großen Kaliber, die sich ab dem Achtelfinale um die Goldene Viktoria streiten. 

 


6. Juni 

 Unter dem Handtuch kamen die Tränen
 
Goldene Viktoria - Gruppe A:
Philipp Kreile - Hendrik Stichler 6:4, 6:2
 
 
Der Pfingstsonntag wurde trotz Gewitterwarnung als Austragungstag von vielen Poppenroth Open Spielen gewählt.
So fanden sich auch Philipp „Kalle“ Kreile und Hendrik „hat noch keinen Gänsefüßchen-Namen“ Stichler auf der Tennisanlage ein, um sich um Platz 3 und 4 der Gruppe A zu duellieren. Platz 1 und 2 in dieser Gruppe werden laut Weissagung von Osiris und Apis von Jim und Tim oder Tim und Jim belegt.
Hendrik startete wild und entschlossen und ging schnell mit 2:0 in Führung. Er sah in Philipp wohl den einzigen Gegner in dieser Gruppe den er schlagen könne.
Das gleiche sah Philipp wohl auch in Hen, woraufhin sich ein hart umkämpftes Spiel entwickelte bei dem wirklich keiner einen Punkt herschenken wollte.
„Einstand“ war des am häufigsten verwendeten Wort, denn fast jedes Spiel ging am Ende eben über diesen. Hendrik konnte jedoch nicht die nötige Präzision und Konzentration an den Tag und auf den Platz legen, so dass Kalle hier meist triumphierte und sich den ersten Satz mit 6:4 holte.
Sichtlich beindruckt von Kalles läuferischem Einsatz, retournierte Hendrik die Bälle dann lieber gleich zentral ins Feld, Kalle hätte sie ja so oder so erlaufen.
Das machte es Mr. Durschdich Kreile aber logischerweise noch leichter die Bälle zurückzuspielen, so dass er mit einem 6:2 den zweiten Satz und somit das Match für sich entscheiden konnte.
Summa summzusammengefasst war es ein Spiel mit langen Ballwechseln und laut eigenen Aussagen auf gleichwertigem Niveau. Niveau? Das ist doch diese Hautcreme?
 

6. Juni 

 "Smithers" quasi durch
 
Goldene Viktoria - Gruppe C:
Patrick Schmitt - Klaus Schmitt 6:4, 6:3
 

Etwas mehr Kreativität beim Siegerfoto hätten wir uns bekanntlich ja schon gewünscht. Entsprechend umfangreich fällt auch unser Spielbericht aus. Im Duell zwischen Vater und Sohn gab letztlich die gute Vorhand des Letzteren den Ausschlag und obwohl Patrick seinem Vater ein "überragendes Spiel" attestierte, sollte es für den 60-Jährigen nicht ganz reichen. Damit steht Patrick Schmitt unmittelbar vor dem Achtelfinaleinzug, wohingegen Klaus Schmitt noch zwei schwere Duelle gegen Frank und Christoph Kleinhenz vor sich hat. 


5. Juni 

 Der "Blaue" sticht
 
Goldene Viktoria - Gruppe H:
Markus Schott - Felix Karollus 6:1, 6:1
 

Schafkopf gespielt wurde bei der PO!-Premiere von Felix Karollus zwar nicht wirklich, wie uns das Foto vielleicht nahelegen möchte. Immerhin hatte es der gebürtige Oberthulbaer aber nicht mit dem „Alten“ zu tun. Dieser ist seit dem Finaltag der Poppenroth Open 2021 bekanntlich Tim Schmid. Mit dessen Finalgegner Markus Schott gab sich aber immerhin gewissermaßen der „Blaue“ die Ehre. Für alle Schafkopf-Muggel: so wird die zweithöchste Karte in diesem Spiel genannt. Mit Karten hat Felix „Mr. Look“ Karollus aber ohnehin nicht so viel am Hut. Dafür aber umso mehr mit dem Tennisschläger, mit dem er sich im Rekordtempo Schotts Anerkennung verdiente. Immerhin schwingt der ehemalige Betriebsleiter der Bad Kissinger Diskothek erst seit etwa sechs Wochen das Racket, machte in dieser Zeit aber durch seine Einsätze in unserer Herren-30-Mannschaft sowie seinen Trainingsfleiß bereits bemerkenswerte Fortschritte. Sicher, im technischen Bereich ist da überall noch Luft nach oben, wie sollte es nach so kurzer Zeit auch anders sein. Dennoch schaffte er es immer wieder, den Sportwart unserer Tennisabteilung mit überraschend scharfen und ungewöhnlich präzise gesetzten Bällen in Bedrängnis zu bringen. „Der Vregger kann mir nicht erzählen, dass er noch nie zuvor Tennis gespielt hat“, zweifelte Schott dann auch den Status seines Gegenübers als Newcomer an. Dieser versicherte auf Nachfrage jedoch glaubhaft, dass sich seine Erfahrung auf ein paar Schläge auf der Straße im Jugendalter beschränkte. Sichtlich beeindruckt musste Schott also sein Tempo anziehen und so wurde das Ergebnis am Ende das erwartet Deutliche. Probleme hatte Karollus zwar anfangs mit den für ihn ungewohnt abspringenden kurzen Slice-Bällen seines Gegners, doch ansonsten verkaufte sich der 34-Jährige äußerst teuer. „Mich bringt jedes Spiel weiter“, sah der Unterlegene hernach auch ein gewisses Mehr an Erfahrung und nahm die nicht ganz überraschende am Ende sportlich auf. Auf einen Sieg konnte er ohnehin nur ganz kurzzeitig hoffen: „Um 9.01 Uhr wollte ich mich bereits an die Turnierleitung wenden, ob ich das Spiel gewonnen habe, wenn der Gegner nicht auftaucht“, berichtete Karollus von seinem kurzen Hoffnungsschimmer. Doch just in diesem Moment trudelte sein Kontrahent auch mit dem Fahrrad ein. Er muss wohl zwischen Stegfeld und Tennisanlage in einen Stau geraten sein. Beim gemeinsamen kleinen Frühschoppen nach der Partie wurde dann noch ein wenig gefachsimpelt und so darf sich Karollus nach Einschätzung seines Gegners berechtigte Hoffnungen auf eine waschechte Sensation machen. Mit einem Sieg in seinem abschließenden Vorrundenmatch gegen Patrick Kaess würde sich der talentierte, inzwischen nicht mehr ganz so blutige Anfänger doch tatsächlich gleich im ersten Anlauf für das Achtelfinale um die Goldene Viktoria qualifizieren.

Kleine Randnotiz: der Spielstand im Bildhintergrund wird leider irrtümlicherweise falsch angezeigt. Offenbar stimmt mit der Anzeigetafel etwas nicht. Herr Abteilungsleiter, bitte werden Sie aktiv! tongue-out

 


5. Juni 

"Busenkumpels" unter sich
 
Goldene Viktoria - Gruppe A:
Christoph Egerer - Hendrik Stichler 6:0, 6:1
 

Mit einer „fetten Entschuldigung“ begann Christoph „Jim“ Egerer seinen Spielbericht. Zwar hatte der stets top-organisierte Vermögensberater vorschriftsgemäß seine Platzreservierung getätigt, doch tatsächlich vergessen, das kurzfristig angesetzte Match gegen Hendrik Stichler der Turnierleitung mitzuteilen. Diese war selbstredend not amused, doch es sei dem fast 50-Jährigen verziehen, engagiert dieser sich doch seit Beginn seiner Tenniskarriere vor zwei Jahren leidenschaftlich für die Abteilung. Ob als tatkräftiger Helfer bei zahlreichen Arbeitseinsätzen, als trainingsfleißiger und überaus ehrgeiziger Spieler der Herren-40-Mannschaft oder als wertvoller, stets mitdenkender und diskussionsfreudiger Gesprächspartner nach den Trainingseinheiten und Spielen. „Jim“ weiß einfach, wie Vereinsleben funktioniert und ist aus der Viktoria-Familie inzwischen nicht mehr wegzudenken. Gegen seinen „kleinen Busenkumpel“ Stichler sicherte sich der Kindergartenvorstand nun seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel und qualifizierte sich nach seinem Erfolg gegen den gebürtigen Stuttgarter als erster Spieler vorzeitig für das Achtelfinale um die Goldene Viktoria. Wie es sich für einen waschechten Schwaben gehört, geizte Stichler gehörig. Vor allem mit Gegenwehr, was angesichts des völlig unterschiedlichen Maßes an Wettkampferfahrung allerdings auch nicht ganz ungewöhnlich ist. So hatte das Match für Egerer sicherlich eher einen emotionalen als sportlichen Wert: „Ich habe Hen in Poppenroth ja fast ein bisschen großgezogen, aber auch er hat es mir ein wenig leichter gemacht, als ich hierhergezogen bin“, blickt der leidenschaftliche Effzeh-Fan mit verklärtem Blick und Maurice-Banach-Gedächtnistrikot zurück. Die Messe war recht schnell gelesen, auch wenn sich Stichler beim Stand von 1:3 im Zweiten noch einmal Hoffnung auf den Anschluss machen durfte. In dieser Phase spielte Egerer jedoch seine ganze Klasse aus und brachte das Match sicher nach Hause. Im abschließenden Duell mit Titelverteidiger Tim Schmid geht es für ihn nun um den Gruppensieg, wo ihn Kumpel Henning nicht ganz chancenlos sieht. Dieser konzentriert sich hingegen auf sein entscheidendes Duell gegen Philipp Kreile, wo es für beide Spieler um den ersten Sieg im diesjährigen Wettbewerb gehen wird. Um vorschriftsmäßige Ankündigung wird natürlich gebeten!

B

 

 

 


5. Juni 

Mit links!
 
Goldene Viktoria - Gruppe B:
Manuel Kleinhenz - Andreas Albert 6:0, 7:5
 
Besonders lauffreudig war er ja schon in seinem ersten Leben als Fußballer nie gewesen, dieser Manuel Kleinhenz. Wenn er aber lief, dann schnell. Sehr schnell! Und immer richtig! Darüber hinaus wird dem Schlimpfhofer auch ein gewisser Hang zur Melodramatik nachgesagt. So kommt es also nicht ganz überraschend daher, dass er sein PO!22-Auftaktmatch gegen Andreas Albert als „das laufintensivste Spiel, das ich gemacht habe, seit ich Tennis spiele“ bezeichnete. Zugegeben, so viele Matches waren es bis dato auch noch nicht, da der Junggeselle ja auch erst seit einem Jahr auf dem Court aktiv ist. Und dann noch eines weniger, da er sein Graf-Poppo-Finale im vergangenen Jahr krankheitsbedingt kampflos abgegeben hatte. Und dennoch kommt man nicht darum herum, diesen Teufelskerl für sein offenbar schier grenzenloses sportliches Talent zu bewundern. Erneut zwickte es, diesmal seit Wochen in der Schulter. Wo Andere bei einem solchen Handicap nicht einmal an sportliche Betätigung denken würden, war eine Absage des Turniers für den „Schlümbicher“ keine Option. Er war eben auf den Geschmack gekommen. Und nun kommen wir zum Beleg seiner Begabung: Schmerzen in der Schulter des rechten Schlagarms? Dann eben mit links! Das Erstaunliche: es ist kaum ein Qualitätsunterschied zu bemerken! Weiß nun auch Albert, der den ersten Satz gar zu Null abgeben musste!!! „Andy hat einfach viel mehr Fehler gemacht als ich“, atmete Kleinhenz erleichtert auf und bleibt nach seinem Auftakterfolg in seiner persönlichen Turnierhistorie – zumindest auf dem Court – ungeschlagen. Zu wenig machte der zuletzt in guter Form agierende Waldfensterer aus Kleinhenz‘ Beeinträchtigung, auch wenn er sich im zweiten Durchgang noch einmal aufbäumte. Vor allem auf dessen, seiner Verletzung geschuldeten Aufschläge von unten reagierte Albert viel zu passiv und ineffektiv. So freute sich Kleinhenz über seinen perfekten Turnierstart unter alles andere als perfekten Bedingungen, während Albert vermutlich bereits für den Poppo-Cup planen kann. Dort wird er jedoch sicher zu den Favoriten gehören und bekanntlich lernen echte Champions ja vor allem aus ihren Niederlagen!
 

4. Juni

Karollus überzeugend
 
Goldene Viktoria - Gruppe H:
Felix Karollus - Morris Volpert 6:0, 6:1
 
 

 


4. Juni 

Der Alte schlägt den Neuen
 
Goldene Viktoria - Gruppe C:
Patrick Schmitt - Frank Kleinhenz 6:2, 6:4
 
 

Vorhang auf für die Todesgruppe! Fortuna hatte es wirklich nicht gut gemeint mit den Mitgliedern der Gruppe C. Mit Christoph Kleinhenz, Klaus Schmitt, Frank Kleinhenz und Patrick Schmitt waren zwar die Nachnamen gerecht verteilt, doch vier solch ambitionierte Spieler in einer Gruppe zu finden ist schon äußerst ungewöhnlich. Andrerseits ist diese Ansammlung an Hochkarätern auch ein Ausdruck für die hohe Qualität die in diesem Jahr auf dem PO!-Tableau zu finden ist. Wenn das Quartett versuchen würde, das Positive aus dieser Zulosung mitzunehmen, dann vermutlich, dass jegliches Taktieren bezüglich der Reihenfolge der Gegner eigentlich komplett unnötig ist. Geschenkt kriegt man nichts – in keinem einzigen Match. Das musste nun also bei seinem Aufgalopp auch unser neuer Frontmann Frank Kleinhenz erfahren, der zwar als Gruppenkopf favorisiert in die Vorrunde gegangen war und sich in seinem Match gegen Patrick Schmitt aufgrund seiner jüngsten Bilanz im direkten Vergleich berechtigte Hoffnungen machen durfte. Die letzten beiden direkten Duelle – jeweils im Kampf um Platz drei der Turniere 2020 und 2021 – konnte der Lauterer jeweils für sich entscheiden. In der Wiederauflage dieses Evergreens, der zum ersten Mal unter dem Motto „alter gegen neuer Abteilungsleiter“ stattfand, schlug Schmitt aber nun eiskalt zurück. Vor allem mit dem extremen Vorhand-Topspin des 32-jährigen Bald-Papas hatte Kleinhenz an diesem Tag zu kämpfen und hatte außer dem einen oder anderen Stopp nichts entgegen zu setzen. „Glückwunsch an den verdienten Sieger“, räumte Kleinhenz hernach dann auch verdient ein. Offensichtlich machte sich in dessen Spiel durchaus auch bemerkbar, dass er in letzter Zeit zu seinem Leidwesen mehr Zeit als Bauleiter auf der Baustelle unserer Tennisanlage als auf dem Court verbrachte. Dabei wird Kleinhenz so kurz nach dem Match auch nur ein schwacher Trost sein, dass seine Verdienste um unsere neue Sonnenterrasse sicherlich noch lange nachhallen werden, wenn die Erinnerung an die schmerzliche Niederlage zum Auftakt der PO!22 bereits längst verblasst ist. Er ist einfach Sportler durch und durch, dem eine Niederlage in einem Match unter Wettkampfbedingungen immer weh tut. Als solcher wird er sich jedoch auch wieder berappeln, den Staub abklopfen und in den nicht minder anspruchsvollen weiteren Partien um seinen Platz in der oberen Turnierhälfte kämpfen.

 


3. Juni

Ey Schiri, der hat schon Gelb!
 
Goldene Viktoria - Gruppe G:
Bastian Schober - Marco Rost 6:0, 6:1
 
 
Poppo-Champion Marco Rost und Newcomer Bastian Schober trauten ihren Augen nicht recht, als sie am Sportplatz in Poppenroth ankamen - und die Einzigen waren. Sämtliche Teamkameraden inklusive des eingeteilten Schiedsrichtergespanns hatten das angesetzte Testspiel offensichtlich vergessen und so mussten sich die beiden Fußballer spontan umorientieren. Gott sei Dank hatten die beiden Frohnaturen zufällig Tennisrackets zur Hand und so entschied man sich geistesgegenwärtig, stattdessen ein PO!22-Spiel auszutragen. So suggerieren es zumindest die fragenden Gesichter der beiden Kontrahenten auf dem Siegerfoto. Zwei waschechte Kicker bringt man eben vielleicht aus dem Fußball, den Fußball aber nie aus den Kickern.

Spaß beiseite, natürlich wussten die Beiden genau, auf was sie sich eingelassen hatten. Zumindest inhaltlich, wie man bei Rost anfügen möchte. Denn unser Sportler des Jahres musste schnell erkennen, dass sein Gegenüber mit dem Schläger in der Hand nahezu ebenso talentiert ist wie mit dem Ball am Fuß. „Sein Aufschlag ist eine Kanone“, musste der Stralsbacher zu seinem Leidwesen schnell feststellen. Dabei servierte Schober gar nicht wie gewohnt mit 300 Sachen, sondern nahm das Risiko heraus, um dafür seine Quote zu erhöhen. Es reichte dennoch, um „tiefe Krater“ auf dem Court zu hinterlassen, wie Rost hilflos anerkennen musste. Das Resultat: ein einziges Rost-Pünktchen im gesamten ersten Satz bei gegnerischem Aufschlag. 0:6! Was für eine Abfuhr für den amtierenden Poppo-Champion.

Das hatte sich Rost sicher anders vorgestellt, doch auch im zweiten Durchgang fühlte er sich wie bei seiner Anfahrt zum Tennisplatz, als er hinter der städtischen Postkutsche festgesteckt hatte: er kam einfach nicht vorwärts! Stattdessen spulte Schober lässig sein Programm ab, dominierte mit seinem Aufschlag und beschränkte sich ansonsten darauf, den Ball im Spiel zu halten. Das reichte, um Rost in Bedrängnis zu bringen. Letzterer vermied nach eigener Aussage aber zumindest den „White Wish“, was auch immer das sein mag. Vermutlich das stralsbacherische Szenewort für eine „Brille“, womöglich aber auch ein aus dem Kegelsport zweckentfremdeder Begriff für die Hoffnung, dass beim Kugelrücktransport doch bitte ein weißes Sportgerät ausgespuckt werden möge.

Mit dieser Niederlage steht der Gruppenkopf der Staffel G nun mit dem Rücken zur Wand und wird wohl seine beiden noch ausstehenden Vorrundenmatches gewinnen müssen, um in diesem Jahr in der oberen Turnierhälfte zu landen. Schober hingegen darf völlig zurecht cool durch seine Sonnenbrille schauen, sorgte er doch gleich zu Turnierbeginn für einen echten Paukenschlag. Zwar war er bereits zuvor von Experten zum Kreis der Geheimfavoriten gezählt worden, doch nach seiner Auftaktpartie ging Rost gar noch einen Schritt weiter: „Ich sehe in ihm nicht nur den Gruppensieger, sondern ihn gar im Viertel- oder Halbfinale.“ Diese Vorschusslorbeeren gilt es nun zu rechtfertigen. Aktuell scheint aber auch der Hausener nur durch die Postkutsche aufzuhalten zu sein. 

 


2. Juni

"Mr. Rolex" trotz Niederlage zufrieden 
Goldene Viktoria - Gruppe F:
Uwe Belz - Florian Kreil 1:6, 3:6
 
 

Gleich vorneweg: das relativ klare Ergebnis täuscht ein wenig über den nicht immer ganz so deutlichen Spielverlauf ein wenig hinweg. Als klarer Favorit, erfahrener Mannschaftsspieler und Gruppenkopf war unser zweiter Abteilungsleiter Florian Kreil natürlich als Favorit in die Partie gegen Uwe Belz gegangen. Dessen Trainingslager mit Kumpel Christoph "Jim" Egerer in der Türkei hatte jedoch gefruchtet und so leistete der zweifache Vater eisernen Widerstand. Gegen den laut Belz "unkonventionellen Stil" von Kreil mit seinen langen Topspin-Bällen reichte es für den gebürtigen Oehrberger jedoch dennoch nicht ganz. Zwar waren zahlreiche, schier endlos lange Einstand-Spiele dabei (O-Ton Belz: "Wie bei Nadal gegen Djokovic! Jedes Spiel über fünf Minuten!"), von denen die Meisten am Ende jedoch auf das Konto des passionierten Tischtennisspielers Kreil gingen. Dieser war am Ende mit seiner Leistung insgesamt auch zufrieden:  "Vorhand und Rückhand haben ganz gut funktioniert, nur am Aufschlag muss ich noch arbeiten", sah Kreil aber noch Luft nach oben. Doch auch Belz wollte sich ob seiner Auftakt-Niederlage nicht grämen und freute sich vor allem darüber, dass er sich an diesem Tag nicht wieder ständig über sich selbst ärgern musste. Dabei zitierte er gar aus der Welt der Luxusgüter: "Ähnlich wie bei der Rolex-Werbung: 'Dein größter Feind steht Dir nicht gegenüber, sondern auf Deiner Seite'. Heute war ich nicht mein Feind, deswegen hat es auch richtig Spaß gemacht." Die Niederlage gegen den Besseren erkannte er neidlos an, darf sich mit dieser Leistung aber berechtigte Hoffnungen für die beiden verbleibenden Vorrundenspiele machen.  


2. Juni

Simon says: Heute keine Sensation für Dich!
 
Goldene Viktoria - Gruppe D:
Simon Schmitt – Daniel Sollner 7:5, 6:1
 
 
Aus den angekündigten 30 Minuten für dieses Match, wurden dann doch wahnsinnig spannende 90 Minuten. Das war zumindest die Zeit die Daniels Garmin Uhr für diese Tennis-Aktivität am Ende angezeigt hat.

Simon, unsere Nummer 2 der Herrenmannschaft, hatte sich das Spiel wohl auch einfacher vorgestellt. Daniel startete hoch motiviert ins Match und lies den verdutzten Simon von links nach rechts laufen und konterte mit Stoppbällen wie aus dem Tennis-Lehrbuch. Es dauert nicht lange und es stand 3:1 für Daniel. Sichtlich überrascht von so einem Ergebnis, trieb das den Herren40 Spieler noch weiter an und er konnte locker mit der um Klassen besseren Spielweise von Simon mithalten.
Dieser war sichtlich besorgt, wie das weitergehen sollte und schenkte Daniel einige Punkte durch sinnlose Doppelfehler.
Es war ein Kopf an Kopf rennen bis zum 5:5 und Daniel witterte schon eine kleine Sensation. Was wäre wenn er diesen Satz gewinnen würde…...doch zu früh gefreut. Simon verwandelt sichtlich erleichtert zum 7:5 und nutzte die Pause, um erstmal seinen Schläger zu wechseln. Das Risiko mit seinem neu besaiteten Schläger weiterzuspielen war ihm dann doch zu groß und er wechselte zu seinem eingespielten und vertrauten Racket.

Der zweite Satz begann dann wieder direkt mit einer 1:0 Führung für Daniel doch konnte er das Niveau jetzt nicht weiter so hochhalten und einen Simon sollte man lieber nicht so stark ärgern. Mit seinem Lieblingsschläger war Simon jetzt voll da und haute Daniel die Bälle nur so um die Ohren.
Chancenlos aber in seinen Augen trotzdem „haarscharf“ an der Sensation vorbei, musste Mr. Sollner dann klein beigeben und Simon verwandelte verdient zum 6:1. 

 


28. Mai

Lockerer Aufgalopp für den Titelverteidiger
 
Goldene Viktoria - Gruppe A:
Tim Schmid - Philipp Kreile 6:0, 6:2
 

In seinem ersten PO!22-Match wurde Tim Schmid seiner Rolle als turmhoher Favorit gegen Philipp „Kalle“ mehr als gerecht und siegte am Ende ebenso mühelos wie verdient. Leicht verspätet traf der Titelverteidiger ein, während sich Kreile im Wartestand nützlich machte und spontan einen freiwilligen Arbeitseinsatz beim Terrassenbau am Tennisgelände einschob. Ob das Spiel wohl anders ausgegangen wäre, hätte sich der Durschdicher mit dem Stapeln von Paletten nicht bereits so verausgabt, dass der entscheidende Vorteil zwangsläufig bei Schmid liegen musste? Man könnte es aber auch sehen wie der Unterlegene selbst, der sich „vom gesamten Portfolio von Tims Fähigkeiten überrollt“ sah. Vermutlich das realistischere Szenario, obgleich Kreile sich selbst einige „unkonventionelle Bälle inklusive eines Asses“ attestierte und seinem Gegenüber einen verdienten Sieg bescheinigte. Aufgrund des völlig unterschiedlichen Maßes an Tenniserfahrung kommt Schmids Auftaktsieg alles andere als überraschend daher und dürfte der erste Schritt auf einer herausfordernden Reise sein, sieht sich der amtierende Champion nach der für ihn äußerst unglücklichen Auslosung doch einem äußerst steinigen Weg zur Titelverteidigung gegenüber. Kreile hingegen war sich bereits zum Turnierbeginn seiner Rolle als Außenseiter bewusst und darf nach seiner zweiten Vorrunden-Niederlage bereits mit dem Poppo-Cup planen.

 


25. Mai

Gemischte Gefühle dank Lienhard

Es kam, wie es fast schon kommen musste! Da machte sich die Turnierleitung schon nach den PO!21 Gedanken, wie man die Auslosung für die Neuauflage des Wettbewerbs etwas attraktiver und weniger vorhersehbar machen konnte und entschied sich dafür, in diesem Jahr zwar auch wieder acht Spieler zu setzen, davon aber nur zweien eine feste Position im Tableau zuzuweisen. In diesen Genuss kamen Titelverteidiger Tim Schmid als Gruppenkopf der Gruppe A sowie der LK-Beste Markus Schott als Gegenpart in Gruppe H am anderen Ende des Tableaus. Die Spieler mit den nächstbesten Leistungsklassen wurden von Losfee Sebastian Lienhard als Köpfe in die anderen Gruppen gelost. Darunter befanden sich so illustre Namen wie Topfavorit und PO!-Neuling Thorsten Saliger, der ambitionierte Mannschaftsführer unserer Herren Simon Schmitt oder Turnierorganisator und Abteilungsleiter Frank Kleinhenz.

Man mag es kurios nennen, Andere würden sicher eher das Adjektiv "tragisch" bemühen, aber die drei Letztgenannten wanderten allesamt durch die Lienhard'schen Hände in die linke Turnierhälfte, also in die des Titelverteidigers. Schnell wurde allen Anwesenden klar, dass dies ein Hauen und Stechen um den Finaleinzug bedeuten würde. Am härtesten traf es dabei sicher Frank Kleinhenz, der sich in Gruppe C einer waschechten Todesgruppe gegenüber sieht. Mit Patrick Schmitt, Christoph Kleinhenz und Klaus Schmitt findet sich dort eine Ansammlung von Klasse-Spielern wider, die an guten Tagen allesamt gewisse Ansprüche anmelden. Folgerichtig entschied sich unser Abteilungsleiter dazu, sich die Auslosung in der Folge "schönzutrinken".

In Gruppe A dürfte Schmid indes keine Probleme haben, sich locker durchzusetzen. Dahinter werden Christoph Egerer gegenüber Philipp Kreile und Hendrik Stichler die besten Chancen zum Achtelfinaleinzug eingeräumt. In Gruppe B wird sich Topfavorit Saliger durchsetzen, dahinter ist für Andreas Albert, Manuel Kleinhenz und Christian Kleinhenz alles offen. Gruppe D dürfte von Simon Schmitt dominiert werden, der sich jedoch erst einmal gegen Christoph Kröckel durchsetzen muss, der an guten Tagen für jeden Gegner zum Problem werden kann. Da wird es für die übrigen Gruppengegner Tobias Ziegler und Daniel Sollner schwer, in diese Phalanx hineinzustoßen. In Gruppe E dürfte es einen entspannten Durchmarsch für Klaus Wolf geben, doch auch hier wird es dahinter spannend. Nico Bollwein, Christian Samland und Newcomer Jan Friedlein kämpfen um das zweite Achtelfinal-Ticket. In Gruppe F dürfte Florian Kreil sich die Krone aufsetzen, Thomas Metz, Stefan Edelmann und Uwe Belz erwartet einen ausgeglichenen Fight um den zweiten Rang. In Gruppe G dürfte Martin "Smodd" Kleinhenz die Außenseiterrolle einnehmen, während der amtierende Graf-Poppo-Champion Marco Rost mit Dominik Kröckel und PO!-Neuling Bastian Schober zwei dicke Bretter zu bohren hat, um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Dieses Kunststück sollte Markus Schott in Gruppe H ohne größere Probleme gelingen, sieht er sich mit den beiden PO!-Debütanten Felix Karollus und Morris Volpert sowie Nachbar Patrick Kaess drei relativ unbeschriebenen Tennis-Blättern gegenüber.

In der linken Turnierhälfte wird es also deutlich verbissener zugehen als im rechten Pendant. Diese Ansammlung an Top-Favoriten hat einerseits mit dem Auslosungsmodus, anderseits aber auch mit der abermals deutlich gestiegenen Qualität im Feld zu tun. Turnierleiter Schott sprach bereits vom "stärksten Feld der PO!-Geschichte", angesichts ganz weniger Anfänger und zahlreicher inzwischen etablierter und deutlich verbesserter Spielern sicher nicht von der Hand zu weisen.

Wir wünschen allen aktiven Spielern und Turnierteilnehmern viel Spaß und Erfolg. Auf eine fantastische und spannende Poppenroth Open 2022.

 

 

Die Poppenroth Open 2022 finden zwischen dem 24. Mai und 17. September statt.

 

Alle Final- und Platzierungsspiele finden am Samstag, dem 17. September statt.

 

Spielberichte, Spieltermine, Ergebnisse und Tabellen findet Ihr immer hier unter den entsprechenden Reitern.